Beim Brainstorming-Event «World-Coffee» im ehemaligen Bio-Bistro kamen Menschen mit Beeinträchtigungen, Mitarbeitende der Vivazzo Stiftung, eine Vertreterin der Gemeinde und Personen aus dem Tabor zusammen. Gemeinsam sammelten sie Ideen für die Zukunft des Vivazzo Treffs
Obwohl der Vivazzo Treff schon etwas länger besteht, konnte er bis jetzt noch nicht richtig abheben. Nun kommt Bewegung ins Projekt: mit dem Zuständigkeitswechsel Anfang Jahr vom Wohnhaus Birkenhof zum Buchenhof und der Bewilligung von Tagesstättenplätzen. Florian Baumann und Tanja Oswald sind aktuell federführend und motiviert, den alten Räumlichkeiten des Bio-Bistros wieder mehr Leben einzuhauchen.
Florian hatte früh eine konkrete Idee: «Eigentlich müssen wir das Öffnen.» Gemeint ist, dass der Vivazzo Treff ein Begegnungsort für Klient:innen aber auch Bürgerinnen und Bürger sein soll. Damit greift er eine zentrale Idee auf, die auch schon bei der Gründung des Vivazzo Treffs angedacht wurde.
Doch damit nicht genug: «Wir haben so viele tolle Ideen», sagt Tanja Oswald mit spürbarer Leidenschaft. Es war den beiden jedoch wichtig, nicht isoliert die Zukunft des Vivazzo Treffs zu planen, sondern weitere Anspruchsgruppen in den Prozess miteinzubeziehen. Darum fand vergangene Wochen ein Treffen unter dem Namen «World Coffee» mit Gemeinde, Klienten, Vivazzo Mitarbeitenden, und Vertretern des Tabors statt.
Gut die Hälfte der Teilnehmenden waren Klientinnen und Klienten – und das, erzählt Tanja, «war mega lässig». Schon nach wenigen Minuten sprudelten die Ideen nur so. «Wir wollten hören, was die Menschen, die hier leben, wirklich brauchen.» Ein Wunsch kam besonders klar zum Vorschein: Ein Rückzugsort. Ein geschützter Rahmen – und gleichzeitig eine Öffnung nach aussen. Beides soll möglich sein.
Auf grossen Flipcharts diskutierten kleine Gruppen zu vier Themen: Raum, Zugänglichkeit, Wünsche und Bedürfnisse sowie konkrete Angebote. Die Teilnehmenden wechselten regelmässig die Stationen, begleitet von Personen, die mitdachten, nachfragten und zusammenfassten. Die Offenheit dieser Runde beeindruckte viele. «Es war mega cool», erzählt Tanja fröhlich, «und wir sind richtig motiviert, etwas umzusetzen.»
Als Beispiele für Vorschläge am Event nannte sie ein Wochenprogramm – sichtbar aufgehängt, damit Menschen Lust bekommen, selbst etwas einzubringen: «Hey, ich kann kochen. Hey, ich kann malen.» Gleichzeitig wurde oft der Wunsch nach mehr Regelmässigkeit genannt: Der Vivazzo Treff soll häufiger offen sein. Und Kaffee – Kaffee scheint ein verbindender Klassiker zu bleiben.
Nun werden die zahlreichen Vorschläge und Ideen sortiert, geordnet und auf Machbarkeit geprüft. Parallel dazu laufen verschiedene Abklärungen auf Gemeindeebene, die von der Geschäftsleitung begleitet werden. Ausserdem brauche man noch eine Betriebsbewilligung.
Das neue Team rund um das Projekt «Vivazzo Treff» startet bewusst langsam: Schritt für Schritt. In engem Austausch mit jenen Menschen, für die der Vivazzo Treff ein Ort der Begegnung, der Ruhe, der Aktivität und der Teilhabe werden soll.
Sobald es Neues gibt, informieren wir wieder auf unseren Kanälen. Bis dahin wünschen wir dem Projektteam viel Erfolg und Kreativität!
Severin Kolb, Marketing & Kommunikation
Eine kurze Übersicht über die Vivazzo Stiftung finden Sie hier.