Dürfen wir vorstellen: Die Tiere vom Birkenhof

23.04.2026 | Blog >

Sie schauen aus dem Fenster, begleiten Spaziergänge oder liegen einfach da und sind präsent: Tiere können auf Menschen positiv wirken, Ruhe vermitteln und im Alltag Halt geben. Im Birkenhof sind sie Teil des Zusammenlebens und schaffen Momente von Nähe, Aktivität und Entlastung – in diesem Artikel stellen wir die Tiere vom Birkenhof gemeinsam vor

Tiere können im Alltag von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen viel bewirken: Ihre Präsenz wirkt oft beruhigend, kann Stress senken und das Gefühl von Sicherheit stärken. Gleichzeitig sind sie kleine «Türöffner» für Kontakt und Aktivität: Ein Hund, der zum Spazieren motiviert, oder eine Katze, die sich (manchmal) streicheln lässt, schafft Nähe, ohne dass viele Worte nötig sind.

Aber Tiere sind kein Zaubertrick. Sie brauchen klare Regeln, Rückzug und Schutz, damit sie nicht überfordert werden. Und auch für Bewohner:innen kann Nähe herausfordernd sein, wenn Grenzen schwer einzuschätzen sind oder Verantwortung zusätzlichen Druck macht. Dann sind da natürlich hygienische Aspekte zu beachten. Genau deshalb ist es im Birkenhof wichtig, dass das Miteinander gut begleitet wird: achtsam, respektvoll und mit Blick auf Tier und Mensch.

Wenn alles funktioniert, dann gibt es solche kleinen Szenen, die auf dem Bild sichtbar sind: Drei Hunde am Fenster, die gemeinsam hinunterschauen, als würden sie den Tag kommentieren. Solche Momente bleiben hängen. Vor allem, weil hinter jedem Tier ein eigener Charakter steckt. Gerne stellen wir hier die Tiere vom Birkenhof vor:

Hund Giovanni – der Ruhepol mit Grummel-Sound

Giovanni ist für viele der entspannte Gegenpol zu Runa: ruhig, manchmal etwas verpeilt, aber konstant. Wenn Bewohner:innen ihn kraulen, kommen diese typischen Grummelgeräusche, weil es ihm so guttut. Manche nennen ihn «Strubeli» wegen seines Rauhaars. Und wenn es Zeit ist, nach Hause zu gehen, muss man ihn meistens erst wecken, was ihm nicht immer passt.

Hündin Runa – feinfühlig, verbindend, in vielen Situationen dabei

Runa ist seit dem Welpenalter im Birkenhof-Alltag präsent und längst mehr als «nur ein Hund im Büro». Sie begleitet Spaziergänge, ist in Krisensituationen da und sitzt sogar bei Teamsitzungen mit im Kreis. Besonders eindrücklich: Wenn Diskussionen intensiver werden, legt sie sich oft in die Nähe derjenigen, die gerade emotional sind. Viele Bewohner:innen freuen sich sofort, wenn Runa dabei ist, weil sie Nähe zulässt und gleichzeitig zu Aktivität motiviert, etwa indem sie den Ball vor die Füsse legt.

 

Hund Murphy – Fanclub, Fensterplatz und Umlenker

Murphy begleitet Diana in den Birkenhof (Nebengebäude) und zusätzlich in die BG (Kleingruppe vom Birkenhof) nach Rüti. Im Büro freut er sich über Besuche und baut zu einzelnen Bewohner:innen besonders enge Beziehungen auf. In der BG hat er fast einen Fanclub: gespielt wird gerne mit dem Ball, in den man Leckerli verstecken kann, und beim Spazierengehen fällt es vielen leichter, überhaupt loszulaufen, wenn Murphy dabei ist. Manchmal hilft Murphy auch, wenn jemand stark angespannt ist: Kurz einbeziehen, einen Satz über Murphy, ein Blick auf ihn – und plötzlich entsteht wieder Luft und ein Lachen. Und dann ist da noch sein Klassiker: Murphy am Fenster, aufmerksam nach unten schauend, als wäre er der inoffizielle Empfangsdienst.

 

Kater Ginger – der Prinz mit klaren Grenzen

Ginger ist der Kater, der weiss, was er will. Er wirkt dominant, manchmal aufbrausend. Im Birkenhof kennt man ihn auch dafür, dass er kratzen oder beissen kann, wenn ihm das Streicheln zu viel wird oder es an einer Stelle passiert, die er nicht mag. Gleichzeitig hat er etwas Königliches: Er läuft in stolzer Haltung durchs Haus. Und ja, er fährt sogar ab und zu Lift: Er wartet davor, steigt ein, lässt sich ein Stockwerk «chauffieren» und steigt wieder aus.

Kater Charly – vorsichtig, aber sehr nah, wenn Vertrauen da ist

Charly ist zurückhaltend und schreckhaft, lässt sich nicht von allen gerne streicheln. Wer jedoch eine Beziehung zu ihm aufbaut, erlebt eine ganz andere Seite: Er kommt, wenn man ihn ruft, bleibt auf dem Schoss und kann so entspannen, dass er beim langen Streicheln sogar zu sabbern beginnt. Ein leiser Kater, der Nähe nicht sucht, aber schenken kann.

Kater Pfötli – das rostige Miauen vom Empfang

Pfötli erkennt man sofort – spätestens, wenn er miaut. Sein Laut erinnert eher an eine rostige Spritzkanne als an eine Katze und sorgt regelmässig für Schmunzeln. Am liebsten «hängt» er mit Ginger am Empfang, genauer gesagt im Kistli für den Postausgang. Dass dort eigentlich Briefe liegen, stört die beiden wenig, liefert aber immer wieder Stoff für lustige Kommentare. Pfötli nimmt seinen Platz ganz selbstverständlich ein – mittendrin und doch auf seine eigene Art.

 

Severin Kolb, Marketing & Kommunikation 

 

Informationen zum Wohnhaus Birkenhof finden Sie hier.