Führung kann manchmal einsam sein – genau hier setzt das Führungsforum der Vivazzo Stiftung an. Zweimal im Jahr treffen sich Führungspersonen, um Erfahrungen zu teilen, Lösungen zu finden und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Warum dieser Austausch so wertvoll ist, erzählt Isabelle Riss.
Das Führungsforum in unserer Vivazzo Stiftung existiert seit rund drei bis vier Jahren. Die Idee entstand aufgrund der dezentralen Organisation der Vivazzo Stiftung und aus einem klaren Bedürfnis: Führungspersonen sollen nicht allein vor Führungsfragen stehen.
Isabelle Riss, Leiterin Personalmanagement, erklärt: «Ein schneller Austausch wie an die Tür klopfen und fragen: Wie würdest du das machen? Das geht bei uns halt nicht.» Deshalb soll das Führungsforum ein Ort sein, an dem man sich unkompliziert austauschen kann.
Offene Struktur
Zweimal im Jahr treffen sich die Führungspersonen für rund zwei bis zweieinhalb Stunden. «Es ist ein fester Termin für alle Führungsstellen. Die Teilnahme wird erwartet, damit alle von einem breiten Erfahrungsschatz profitieren können», sagt Isabelle.
Die Struktur des Forums sei bewusst offen gehalten. «Generell werden aktuelle Themen und Fragen der Führungspersonen gesammelt, gemeinsam eine Rangliste erstellt, um dann die wichtigsten Anliegen im Forum zu diskutieren.» Isabelle übernimmt dabei jeweils die Moderation.
Manchmal diene das Forum jedoch auch als Plattform für Schulungen, wie beispielsweise zum Arbeitsunfähigkeitsprozess oder zu Rückkehrgesprächen nach Krankheit. Isabelle erzählt: «An diesen Schulungen haben wir interaktiv geübt, was in solchen Situationen auf Führungspersonen zukommen kann. Der Fokus lag dabei auf der Praxisnähe».
Vielfältige Themen, kein Protokoll
Durch die offene Struktur sind die Themen des Führungsforums sehr vielfältig – alles, was Führung bewegt. «Das Forum soll Zeit geben für Reflexion und für Fragen, die im Alltag oft zu kurz kommen», betont Isabelle.
Die Rückmeldungen seien durchwegs positiv: «Ich bekomme immer wieder Feedback, dass Teilnehmende des Forums Lösungsansätze und neue Sichtweisen in den Arbeitsalltag integrieren konnten.»
Ein Protokoll gibt es beim Forum bewusst nicht: «Jeder soll sich ohne Hemmungen öffnen können und am Schluss mitnehmen, was er braucht», erklärt sie. Ohne ein Protokoll gäbe es auch kein Problem mit dem Datenschutz.
Offenheit und Austausch im Fokus
Die Wirkung zeige sich vor allem im Miteinander: «Man merkt im Forum, dass auch andere Führungspersonen ähnliche oder gleiche Probleme haben. Niemand ist perfekt. So kann man sich leichter öffnen und Belastung abladen. Auch wenn ein Problem nicht sofort gelöst werden kann, hilft der gemeinsame Austausch, zu entlasten».
Und wie empfindet Isabelle ihr Rolle als Organisatorin und Moderation des Führungsforums? «Ich finde es lässig», sagt Isabelle lachend. «Ich mache solche Sachen gern und fordere auch mal heraus, indem ich eine Rückfrage stelle.»
Für sie sei das Forum ein absoluter Mehrwert – nicht nur für Führungssituationen, sondern auch fürs Kennenlernen der Kolleginnen und Kollegen untereinander. «Ich hoffe, dass man durch den Austausch und das Kennenlernen vielleicht auch einmal abseits des Forums das Telefon in die Hand nimmt und bei Fragen oder Problemen eine Kollegin oder einen Kollegen anruft. Wir sitzen alle im selben Boot, warum nicht gemeinsam rudern?»
Severin Kolb, Marketing & Kommunikation
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