Unsere Biogärtnerei hat ihren Energieverbrauch deutlich reduziert – mit Investitionen und wirkungsvollen Massnahmen. Doch jeder Eingriff ins Klima des Gewächshauses hat neben den Vorteilen auch Nachteile.
«Also das Lob gebührt dem ehemaligen Leiter Christian Eichholzer, der hat hier viel bewegt und erneuert», sagt Axl, Teamleiter Biogärtnerei, gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Christian habe in den Gewächshäusern unter anderem Ventilatoren installiert, damit die warme Luft besser verteilt werde. Aus Axls Sicht war das ein wichtiger Schritt, weil dadurch das bestehende Klima effizienter genutzt werden könne.
Ebenso entscheidend seien die Fluttische gewesen – zwei davon mit Heizmatten ausgestattet. Axl erklärt: «Jetzt muss man nur die Tische heizen und nicht mehr die ganze Anzucht». Von aussen betrachtet zeigt sich darin ein klarer Gedanke: Wärme gezielt einsetzen statt ganze Räume hochfahren.
In seinem ersten Jahr in der Biogärtnerei hat Axl selbst weiter an den Temperaturen geschraubt. «Ich habe die Anzucht von 14 Grad auf 10 runtergenommen und die grossen Gewächshäuser in der Nacht von 5 auf 3 Grad.» Weniger heizen bedeute jedoch auch mehr Feuchtigkeit, fügt er an. «Das erhöht dann schon die Ausfälle. Die Süsssalate haben zum Beispiel etwas mehr gefault als vorher.» So habe halt jeder Eingriff ins Klima des Gewächshauses Vor- und Nachteile.
Für die kommende Saison möchte das Team weiter forschen. «Wir werden noch etwas experimentieren, wie man das Verhältnis von Ventilator zu Wärme zu Feuchtigkeit perfekt einstellen kann», sagt Axl.
Ganz genau könne er nicht erklären, warum die Einsparungen bei der Energie dieses Jahr so hoch ausgefallen sind, er sei ja erst ein Jahr dabei. Jetzt heisst es experimentieren, beobachten und Erfahrung aufbauen.
Severin Kolb, Marketing & Kommunikation
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