25 Jahre Thomas Meier

26.01.2026 | Blog >

Nach 25 Jahren bei der Vivazzo Stiftung blickt Thomas Meier zurück: erster Arbeitstag, mutige Entscheidungen, persönliche Entwicklung – und seine Wünsche für die Zukunft.

Thomas Meier, Geschäftsführer der Vivazzo Stiftung, startete vor rund 25 Jahren in der Stiftung als Finanzchef mit Option auf Co‑Leitung. «Meine Frau sah damals das Stelleninserat», erzählt Thomas gut gelaunt. Im selben Jahr kam seine Tochter zur Welt. «Die Stelle war 60 Prozent ausgeschrieben – ich konnte Leitungsfunktion und Familie zusammenbringen.»

Gleich zu Beginn begeisterten ihn die Menschen und die Vielfalt: «Die Stiftung war nicht eine Heimfabrik, sondern eher eine Grossfamilie, wo jeder seinen Platz haben darf.» Teilhabe, Wertschätzung und Augenhöhe seien schon damals gelebter Alltag gewesen.

 

Vom Pionieren zum Strukturieren

«Am Anfang meiner Tätigkeit waren wir in der Übergangsphase: raus aus der Pionierzeit, rein in mehr Professionalität.» Mit Gründer Ruedi Baumann fand sich die Rollenteilung, Zuständigkeiten wanderten. Gleichzeitig wuchs das Fundament: «Wir haben immer wieder Dinge ausprobiert. Eine gewisse Menge an kalkuliertem Risiko und Mut gehörte zu unserem Weg dazu. Wenn etwas mal nicht funktioniert hat, haben wir es wieder losgelassen.»

Thomas könnte viele Geschichten erzählen: vom  Hauswart‑Team, das als interner Technischer Dienst begann; von der Schreinerei, die in der Garage des Birkenhofs startete; vom «Wohnen Plus», entstanden aus einem Zuggespräch. Auch der Wechsel vom Blumenladen zur Geschenkboutique und die Einführung von Serienarbeiten mit dem Service waren entscheidend – beide schaffen bis heute wichtige Teilhabe, waren aber zur Zeit der Einführung nicht unbestritten.

 

Das Rebranding

Im Jahr 2020 kam das Rebranding: Aus der Stiftung für ganzheitliche Betreuung wurde die Vivazzo Stiftung. «Für mich bedeutet Vivazzo wirklich: Sein. Leben. Gestalten.», erzählt Thomas mit spürbarer Leidenschaft. Es sollte sichtbarer werden, dass all die einzelnen Bereiche zusammengehören. Und das glückte – die Kultur blieb, die Aussenwahrnehmung änderte sich: «Wir werden heute über die Bereiche als Stiftung wahrgenommen.»

 

Entwicklung und Ausblick

Und wie hat sich Thomas über die 25 Jahre gewandelt? «Ich bin lockerer und flexibler geworden, Erfahrung gibt Sicherheit.» Herausfordernd bleiben personelle Entscheide. Wenn er neuen Mitarbeitenden etwas mitgeben könnte, dann wäre das: «Unser Leitbild ist einklagbar. Wenn die Werte darin nicht gelebt werden, kann man sich bei mir melden.»

Ab 2026 wird die Geschäftsleitung dreiköpfig. Für die Stiftung bedeutet das eine breitere Schulter und mehr Agilität, für Thomas Entlastung und eine sinnvoll vorbereitete Ablösung: «In etwas weniger als 5 Jahren werde ich voraussichtlich pensioniert.» Er freue sich auf die Arbeit im Team, schliesslich habe er immer gerne in Co‑Leitungen gearbeitet.

Als Abschluss erzählt Thomas, was er sich für die Zukunft der Stiftung wünscht: «Ich wünsche mir, dass die Klienten auch zukünftig sagen, dass sie bei uns als Mensch und nicht als Patient gesehen werden. Sie sollen sich wertgeschätzt fühlen, Teil eines Ganzen sein können, Dinge ausprobieren dürfen, neue Zugänge und Fähigkeiten entdecken – einfach Lust aufs Leben haben. Dafür brennt mein Herz.»

 

Severin Kolb, Marketing & Kommunikation 

 

 

Informationen zur Vivazzo Stiftung finden Sie hier.